Freitag, 3. August 2012

Was versteht man unter Spastik und Klonus?

Bei Hirnverletzungen kann es zu ungewöhnlich hohen Muskelanspannungen kommen, die nicht selbst gewollt sind, das kann schmerzhaft und unangenehm sein. Der Körper reagiert auf Berührung, Husten und Gähnen manchmal so heftig, dass es einen Schüttelkrampf auslöst, einen Klonus! Es ist nicht so wie ein epileptischer Anfall, kann aber Ähnlichkeit haben, nur verliert man dabei nicht das Bewusstsein. Narben im Hirn können auch epileptische Anfälle auslösen, hier gibt es aber gute Medikamente dagegen.

Gegen Spastik und Klonus gibt es meines Wissens nichts wirklich Wirkungsvolles. Helfen können Alkohol und Cannabis, das auch von manchen Ärzten als medizinisches Cannabis verordnet werden kann! Aber bedenken Sie, Sie begeben sich in eine Abhängigkeit, die Sie vielleicht gar nicht wollen. Alkohol und Rauchen ist auf andere Weise schädlich und ist wieder Ursache von Krankheiten, die Sie nicht brauchen!

Sie überleben den Schlaganfall und sterben vielleicht an Leberzirrhose oder Lungenkrebs!
Ärzte merken bei Hirnverletzten kaum, dass die sich nach dem Tiefschlaf beim Gähnen strecken. Machen wir ja alle, wenn man wach wird. Auch das ist eine ungewollte, aber angenehme Erscheinung, weil langsam Leben in die Glieder kommt.

Hört das aber nicht auf, wird das schnell unangenehm. Bei gesunden Menschen ist das spätestens, wenn sie aus dem Bett steigen vorbei. Bei Hirnverletzten, dauert das oft an und einige Zellen wehren sich dagegen und der Körper verkrampft sich. Jedes Gähnen, Husten, manchmal nur ein heftiger Atemzug, erhöht die Muskelanspannung so, dass der Arm automatisch eine Bewegung macht, die man nicht beabsichtigt. Die Hand wird zu Faust, oder überstreckt sich, Zehen stellen sich auf, oder graben sich in den Boden. Das Bein streckt sich oder winkelt sich ohne zutun ungewollt an!

Besonders beim Gehen kann das recht unangenehm werden, wenn plötzlich der eine Fuß zum anderen Knie will, anstatt einen Schritt zu machen. Man fällt scheinbar grundlos um und Menschen die das bemerken, gehen achtlos vorbei, weil sie denken, der ist besoffen! Noch dazu, wenn die Blase dann nicht mehr mitspielt und man Harn verliert. Auch die kann von der Spastik betroffen sein, da heißt es schnell aufs WC zu kommen! Hier lernt man seinen Körper von einer ganz anderen Seite kennen, Sie sind fertig am WC und können gleich noch mal gehen, weil Sie sonst eine Windel brauchen würden. Manche Menschen gehen deshalb nicht gerne außer Haus, wenn nicht sofort ein WC in reichweite ist.

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